MessPC Software für Windows - der Formeleditor (Beispiel Taupunkt berechnen)


zum Beispiel: Taupunkt berechnen

Die MessPC Software ermöglicht ab der Version 3 die Berechnung von Werten mit eigenen Formeln, die frei editiert werden können

Als Eingangsgrößen können dabei sowohl Sensoren <input.1> ... <input.28>
als auch Werte in Anzeigen <display.1> ... <display.12> dienen.
Die Zuordnung zu den Sensoren ist am Ende dieses Abschnitts beschrieben

Ein einfaches Beispiel:

Am Port com1.1 und com1.2 sind Temperatursensoren angeschlossen.
Diese messen Vor- und Rücklauftemperatur einer Heizungs- oder Solaranlage.

Angezeigt werden soll die Differenz zwischen den beiden Temperaturen.
Dazu wird folgende Formel eingetragen:
<input.13>-<input.14>

Ein weiteres Beispiel:

An com1 wird die Spannung, an com2 der Strom gemessen
(das ist ab Version 3 der MessPC Software mit Digitalmultimetern möglich).

In der Anzeige soll die Leistung dargestellt werden. Als Formel wird
in diesem Display eingetragen:
<input.13>*<input.17>

Ein komplexeres Beispiel:

Aus Temperatur und Luftfeuchte soll der Taupunkt berechnet werden.
(Die Berechnungsformel geht auf http://www.wettermail.de/wetter/feuchte.html
und http://www.thermotech.de/taupunkt.html zurück)

(eine Umsetzung in PHP, die Messwerte über das Netz ausliest und auch Dampfdruck, Sättigungsdruck und absolute Feuchte berechnet, finden sie hier)

Die Temperatur wird im Display 1, die Luftfeuchte im Display 2 angezeigt.
Der Taupunkt in Grad Celsius wird in der MesspC Software mit folgender Formel berechnet:

(234.67*0.434292289*log(6.1*exp((7.45*<display.1>)/(234.67+<display.1>)*
2.3025851)*<display.2>/100/6.1))/(7.45-0.434292289*log(6.1*exp((7.45*
<display.1>)/(234.67+<display.1>)*2.3025851)*<display.2>/100/6.1))


Erläuterungen zu den verwendbaren Formeln:
Der mathematische Ausdruck darf eine Reihe festgelegter Zeichen und
Zeichenfolgen beinhalten.
 0 ... 9       Ziffer
 .               Dezimalpunkt (Komma wird auch akzeptiert)
 (               runde Klammer auf
 )               runde Klammer zu
 {               geschweifte Klammer auf
 }               geschweifte Klammer zu
 +               Plus
 -               Minus
 *               Multiplikation
 /               Division
 ^               Potenz
 sqrt(~)       Quadratwurzel
 log(~)        Logarithmus zur Basis e (natürlicher Logarithmus)
 lg2(~)        Logarithmus zur Basis 2
 lg10(~)     Logarithmus zur Basis 10
 exp(~)      Expotential (Basis e)
 ep2(~)      Expotential (Basis 2)
 ep10(~)     Expotential (Basis 10)
 sin(~)        Sinus
 cos(~)      Cosinus
 tan(~)        Tangens
 cot(~)        Cotangens
 arcsin(~)   ArcusSinus

 arccos(~)   ArcusCosinus
 arctan(~)   ArcusTangens
 arccot(~)   ArcusCotangens
 sinh(~)       SinusHyperbolicus
 cosh(~)     CosinusHyperbolicus
 tanh(~)       TangensHyperbolicus
 coth(~)       CotangensHyperbolicus
 arsinh(~)     AreaSinusHyperbolicus
 arcosh(~)   AreaCosinusHyperbolicus
 artanh(~)     AreaTangensHyperbolicus
 arcoth(~)     AreaCotangensHyperbolicus
 (~)!            Fakultät; z.B. (5)! = 1*2*3*4*5 = 120
 (~)°            Umwandlung von Grad in Bogenmaß; z.B. (90)° = 1.5707...
 rtg(~)          Umwandlung von Bogenmaß in Grad; z.B. rtg(Pi) = 180

 abs(~)        Absolutwert; z.B. abs(-1.5) = 1.5
 ru(~)         rundet Wert auf ganze Zahl; z.B. ru(3.45) = 3, ru(5.0) = 5
 ruup(~)       rundet Wert auf ganze Zahl auf; z.B. ruup(0.08) = 1,
ruup(5.0) = 5
 rudn(~)       rundet Wert auf ganze Zahl ab; z.B. rudn(-1.2) = -2,
rudn(5.0) = 5
 Pi              Konstante = 3.14159.... = Kreizzahl
 e               Konstante = 2.71828.... = eulersche Zahl
 X               Standardvariable für einen numerischen Wert, die erst
mit dem  Aufruf
                 von >fxp_CalcForm< durch eine reelle Zahl ersetzt wird.
 <               linke Spitzklammer für den Beginn einer definierten
Variable
 >               rechte Spitzklammer für das Ende einer definierten
Variable

Innerhalb von Spitzklammern können für Variablen die Zeichen frei gewählt
werden
Als Variablen können verwendet werden: <input.1> bis <input.28> für die
gemessenen Werte und <display.1> bis <display.12> für die angezeigten Werte.

Dabei gilt folgende Zuordnung zu den Schnittstellen und Displays:

<input.1> = lpt1.1
<input.2> = lpt1.2
<input.3> = lpt1.3
<input.4> = lpt1.4

<input.5> = lpt2.1
<input.6> = lpt2.2
<input.7> = lpt2.3
<input.8> = lpt2.4

<input.9>  = lpt3.1
<input.10> = lpt3.2
<input.11> = lpt3.3
<input.12> = lpt3.4

<input.13> = com1.1
<input.14> = com1.2
<input.15> = com1.3
<input.16> = com1.4

<input.17> = com2.1
<input.18> = com2.2
<input.19> = com2.3
<input.20> = com2.4

<input.21> = com3.1
<input.22> = com3.2
<input.23> = com3.3
<input.24> = com3.4

<input.25> = com4.1
<input.26> = com4.2
<input.27> = com4.3
<input.28> = com4.4

<display.1> = display.1
<display.2> = display.2
<display.3> = display.3
<display.4> = display.4
<display.5> = display.5
<display.6> = display.6
<display.7> = display.7
<display.8> = display.8
<display.9> = display.9
<display.10> = display.10
<display.11> = display.11
<display.12> = display.12

Der Formelparser ist eine Entwicklung von Norbert Spörl und wurde in die MessPC Software integriert.

Mehr Details für Softwareentwickler dazu unter http://home.t-online.de/home/NSp_ware/


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Die Zeitschrift 'IT-Administrator' hat das MessPC System getestet und einen mehrseitigen Bericht veröffentlicht.